Sirenenprojekt
vom 10.12.2005
bis 24.12.2005
Im Dezember 2004 hat die bisher verheerendste Flutwelle in Sri Lanka über 30.000 Todesopfer gefordert.
Als Reaktion auf die Katastrophe entstand das Sirenenprojekt, welches in Zusammenarbeit mit dem Parlamentsmitglied und Vorsitzenden des Komitees für Menschenrechte und Soziales in Sri Lanka Dr. Jayalath Jayawarena und AGSEP entstand.
Mit Hilfe von 300 handbetriebenen Sirenen sollen die Bewohner der Küstengebiete Sri Lankas ab Dezember 2005 vor überraschenden Tsunamiwellen rechtzeitig gewarnt werden und in sicheres Terrain geführt werden. Die Sirenen werden ausschliesslich Kirchen, Tempeln u. kommunalen Einrichtungen im Küstenbereich zur Verfügung gestellt.
AGSEP -Praktikanten sind für die Verteilung der Sirenen in den verschiedenen Provinzen des Landes verantwortlich, wobei auch nicht regierungskontrollierte Gebiete der Insel miteinbezogen werden. Derzeit werden strategisch günstige Standorte für die Installation der Sirenen ausgewählt, deren Warnsignale eine Reichweite von circa 1,5 km erreichen. Tempelanlagen, Schulen, Sport- und Marktplätze dienen hierbei der organisierten Sammlung der betroffenen Anwohner, welche anschließend ins höher gelegene Hinterland geleitet werden, um einer erneuten Katastrophe zu entgehen. Das Projekt ist dabei besonders für die Menschen, welche an der unteren Armutsgrenze leben, essentiell nötig, da zurzeit nur über Fernseh- und Radioprogramme vor möglichen Gefahren gewarnt wird.
Die Gesamtkosten von 40.000 Euro für das mechanische Tsunami - Frühwarnsystem werden dabei ausschließlich von ausländischen Geldgebern und dem Förderverein Sternstunden - Wir helfen Kindern - e.V. getragen.
- Text wurde verfasst von Stefan Kochsiek -